Was ist OPC und für was ist es gut?

Die Abkürzung OPC steht für Oligomere Proanthocyanidine (auch bekannt als oligomere Procyanidine). Oligomere Proanthocyanidine sind Pflanzenstoffe, die zu der Gruppe der Polyphenole gehören.

In der Gruppe der Polyphenole werden viele verschiedene Pflanzenstoffe zusammengefasst, dabei sind die Hauptgruppen die Phenolsäuren und die Flavonoide.

Polyphenole sind für den Menschen nicht essentiell, bieten aber viele gesundheitlich positive Wirkungen. Besonders hervorgehoben werden die antioxidativen Wirkungen, die präventive Wirkung vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie antikarzinogene Fähigkeiten. Polyphenole kommen häufig als Pflanzenpigment in Preiselbeeren, Blaubeeren, Trauben und grünem Tee vor. OPC wiederum sind besonders in Traubenkernen, Ginkgo Biloba, Pflaumen, Pfirsichen, Kiefernnadeln und Kiefernrinde enthalten.

Flavonoide sind universell in Pflanzen vorhanden. In der Medizin sind sie zudem für ihre besonderen antioxidativen Eigenschaften bekannt, viele flavonoidhaltige Pflanzen werden daher medizinisch genutzt. Neuere Erkenntnisse der Wissenschaften zweifeln allerdings an, dass die potentielle Wirkung von Flavonoiden beim Menschen auf deren antioxidativen Effekt beruhen und sehen andere Wirkungsmechanismen als wahrscheinlicher für deren positive Wirkung an.

Genauer betrachtet zählt OPC zu einer Untergruppe der Flavonoide, nämlich zu den Flavonolen. Flavonole wiederum können in die

  • Monomere (Moleküle, die sich zu Polymeren zusammenschließen können),
  • Dimere (ein Molekülverbund, der aus zwei oft identischen Monomeren besteht),
  • Oligomere (aus mehreren strukturell gleichen oder ähnlichen Einheiten aufgebaut) sowie die
  • Polymere (aus vielen (gleichen) Monomeren aufgebaut) eingeteilt werden. Bei einer größeren Anzahl von Oligomeren spricht man daher von einem Polymer.

Bereits zwischen 1100 und 200 v. Chr. setzten Ärzte das Trinken von grünem Tee ein, um die Gesundheit zu erhalten. Die Extraktion und medizinische Anwendung von OPC wurde 1969 von Masquelier patentiert. Seine Arbeit lieferte zudem wertvolle Erkenntnisse für eine mögliche Erklärung des Paradoxons, dass Franzosen trotz einer fettreichen Ernährung seltener koronare Herzkrankheiten bekamen, als andere Nationen. Der Grund dafür wurde dem OPC zugeschrieben, welcher in Rotwein enthalten ist, von Franzosen häufiger konsumiert wird und über mehrere kardio-schützende Wirkungen verfügt.

In der heutigen Zeit ist OPC in vielen Lebensmitteln enthalten sowie hochdosiert als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich. Dabei wird OPC oft in Form von Pinienrindenextrakt (oft auch als Kiefernrindenextrakt bezeichnet) oder Traubenkernextrakt im Handel in Nahrungsergänzungsmitteln angeboten.1 2 3 4 5

Was bringt OPC? Die Wirkung von auf den Körper und die Gesundheit

OPC kann (gemäß wissenschaftlichen Belegen aus Studienarbeiten) unter anderem dabei helfen:

  • Arteriosklerose vorzubeugen,6
  • den Cholesterinspiegel positiv zu beeinflussen,7
  • bei Menschen mit Adipositas die Insulinresistenz sowie die Entzündungshemmung verbessern,8
  • chronischen Bluthochdruck oder hypertensive Herzerkrankungen zu behandeln,9
  • Diabetes günstig zu beeinflussen (hohe Blutzuckerwerte senken und den Insulinspiegel in den Zellen konstant halten),10
  • Degenerative Prozesse in den Zellen des Gehirns stoppen, wodurch die Ablagerung von Beaamyloid verhindert wird. Dementsprechend könnte OPC die Alzheimer-Erkrankung verhindern sowie dazu beitragen, dass Alzheimer-Patienten mehr von ihrem Gedächtnis zurückgewinnen könnten.11

Weitere Informationen über die Anwendungsgebiete und Wirkung von OPC erhalten Sie auf den nächsten Seiten.

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Quellen:

[1] Wikipedia-Autoren: Wikipedia-Eintrag zu Oligomere Proanthocyanidine. Abgerufen auf: de.wikipedia.org
[2] Wikipedia-Autoren: Wikipedia-Eintrag zu Flavonoide. Abgerufen auf: de.wikipedia.org
[3] O.V.: Flavonole. Vitalstoff-Lexikon. DocMedicus Verlag. Abgerufen auf: www.vitalstoff-lexikon.de
[4] Wikipedia-Autoren. Wikipedia-Eintrag zu Oligomer. Abgerufen auf: de.wikipedia.org
[5] James Greenblatt (2017): Oligomeric Proanthocyanidins for the Treatment of ADHD. Integration, Magazine. Abgerufen auf: www.thescienceofpsychotherapy.com
[6] A.N. Orekhov et al. (2013): Anti-atherosclerotic therapy based on botanicals. Recent Pat Cardiovasc Drug Discov. 2013 Apr;8(1):56-66. Abgerufen auf: www.ncbi.nlm.nih.gov
[7] H.G. Preuss et al. (2000): Effects of niacin-bound chromium and grape seed proanthocyanidin extract on the lipid profile of hypercholesterolemic subjects: a pilot study. J Med. 2000;31(5-6):227-46. Abgerufen auf: www.ncbi.nlm.nih.gov
[8] P. Irandoost, M. Ebrahimi-Mameghani und S. Pirouzpanah (2013): Does grape seed oil improve inflammation and insulin resistance in overweight or obese women? Int J Food Sci Nutr. 2013 Sep;64(6):706-10. doi: 10.3109/09637486.2013.775228. Epub 2013 Mar 19. Abgerufen auf: www.ncbi.nlm.nih.gov
[9] M. Robinson et al. (2012): Effect of Grape Seed Extract on Blood Pressure in Subjects with Pre-Hypertension. Journal of Pharmacy and Nutrition Sciences, 2012, 2, 155-159. Abgerufen auf: www.unifarm-medicom.rs
[10] Baskaran Yogalakshmi et al. (2014): Grape seed proanthocyanidins and metformin act by different mechanisms to promote insulin signaling in rats fed high calorie diet. J Cell Commun Signal. 2014 Mar; 8(1): 13–22. Abgerufen auf: www.ncbi.nlm.nih.gov
[11] Richard A. Dixon und Giulio M. Pasinetti (2010): Flavonoids and Isoflavonoids: From Plant Biology to Agriculture and Neuroscience. Published October 2010. DOI: https://doi.org/10.1104/pp.110.161430. Abgerufen auf: www.plantphysiol.org

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